Projekte 2014-2022

Projekte bis 2022

In  den letzten Jahren konnte eine  Vielzahl von Projekten in der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue bewilligt und umgesetzt werden.


Zur Herstellung der Transparenz werden die beschlossen Prioritätenlisten mit der Bewertung der einzelnen Vorhaben veröffentlicht: 


Prioritätenliste 2021 Prioritätenliste 2020 Prioritätenliste 2019 Prioritätenliste 2018 Prioritätenliste 2017 Prioritätenliste 2016

Über LEADER geförderte Projekte

Über die ZILE-Richtlinie geförderte Projekte

Über sonstige Förderprogramme unterstützte Projekte

Stärkung des Miteinanders der Generationen durch Bau eines Begegnungs- und Seminarraums am Schulzentrum Adelheidsdorf einschl. Verbesserung der Parkplatzsituation und Erschließung
Projektbewertungsbogen Begegnungszentrum Adelheidsdorf
Projektträger: Gemeinde Adelheidsdorf
Ort: Adelheidsdorf
Förderung über: ZILE (Dorfentwicklung)
Projektbeschreibung:
Im Zuge der Erweiterung der Grundschule in Adelheidsdorf zur Ganztagsschule wurde eine Schulmensa eingerichtet. Die Räumlichkeiten der Schulmensa wurden nicht nur durch die Schule genutzt, sondern auch durch den Sportverein (ASV). Es hat sich jedoch gezeigt, dass der Betrieb der Schulmensa sich nicht mit den Aktivitäten des Vereins vereinbaren lässt. Deshalb entstand im Rahmen der Dorferneuerung Adelheidsdorf die Idee, das Schulzentrum um einen weiteren Anbau zu erweitern, der durch den ASV genutzt werden kann. Der ASV Adelheidsdorf ist ein wachsender Verein und ist seit 2016 um 35 % größer geworden. Rund 75 % aller Mitglieder kommen unmittelbar aus der Gemeinde. Neben dem Neubau wird auch die Parkplatzsituation rund um die Tennisplätze neu gestaltet.
Förderung über:
ZILE-RL (Dorfentwicklung)
Fördersumme:
268.525 Euro

Nutzungs- und Sanierungskonzept “Blaues Haus” Dollbergen
Projektträger: Heimatverein Dollbergen e.V.
Ort: Dollbergen
Förderung über: Innenentwicklungs-Richtlinie Region Hannover
Investitionskosten: 20.616 Euro
Fördersumme: 16.493 Euro
Projektbeschreibung: Wegen des Flüchtlingszustroms war die Schülerzahl in Dollbergen nach dem Zweiten Weltkrieg nach oben geschnellt. Um die Raumnot in der Schule zu beheben, baute die damals selbstständige Gemeinde Dollbergen die Behelfsschule aus Holz. Das Erdgeschoss diente als Klassenraum, das Obergeschoss als Lehrerwohnung. Auch in anderen Orten entstanden solche Holzschulen. Sie wurden fast alle wieder abgerissen, als sie nicht mehr benötigt wurden. Deshalb ist das Gebäude in Dollbergen in der Region Hannover eine absolute Rarität. Die Dollberger Bürgerinnen und Bürger nennen das Gebäude aufgrund seines Anstriches „Blaues Haus“. Von März 2016 bis Anfang 2017 brachte die Gemeinde Uetze im „Blauem Haus“ Flüchtlinge unter. Seitdem steht das Gebäude leer. Der Heimatverein Dollbergen setzt sich stark für den Erhalt des Gebäudes ein. Mit dem bewilligten Nutzungs- und Sanierungskonzept sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, das Gebäude mit neuem Leben zu füllen.
Aufwertung bestehender, touristischer Einrichtungen durch Aufstellung von Mini–Hotels und Sanierung der sanitären Anlagen im Strandfreibad Langlinger Schleuse
Projektbewertungsbogen Strandbad Langlingen
Projektträger: Samtgemeinde Flotwedel
Ort: Langlingen
Förderung über: ZILE (Ländlicher Tourismus)
Investitionskosten: ca. 152.000 Euro
Fördersumme: ca. 111.000 Euro
Projektbeschreibung:
Seit 1973 gibt es in Langlingen das Strandfreibad Langlinger Schleuse. Das an der Aller gelegene Strandfreibad lädt durch seine Lage Wanderer, Radfahrer und normale Badegäste ein. Von Mitte Mai bis Mitte September eines Jahres öffnen sich hier die Pforten für die Badegäste. Neben dem Sandstrand und dem natürlichen Wasser bietet das Strandbad jede Menge Sportmöglichkeiten: Beachvolleyballfelder, Torwand, Fußballtore, Basketballkörbe und Tischtennisplatten. Auch für Zeltlager kann die Anlage genutzt werden. Als neue Attraktion sollen auf dem Gelände so genannte Mini-Hotels errichtet werden. Darüber hinaus sollen die sanitären Anlagen saniert werden.
Förderung über:
ZILE-RL (ländlicher Tourismus)
Fördersumme:
141.211 Euro

Sicherung einer nachhaltigen Mobilität durch Aufbau einer Elektroflotte in Nienhagen
Projektbewertungsbogen Elektroinitiative Nienhagen
Projektträger: Greenhagen Verein e.V.
Ort: Nienhagen
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionssumme: ca. 137.000 Euro
Fördersumme: 87.984 Euro
Projektbeschreibung:
Wie funktionieren nachhaltige Mobilitätskonzepte? Wie kann der Umstieg auf Elektroautos gelingen? Diese Fragen möchte der Verein Greenhagen aus Nienhagen mit der Bereitstellung einer Elektroflotte beantworten. Der Verein beabsichtigt in der Ortsmitte von Nienhagen, in unmittelbarer Nähe zu den neu geschaffenen Wohnmobilstellplätzen, einen Sharing-Point in Form eines Carports mit Solaranlagen zu errichten. Über eine Buchungssoftware sollen zukünftig zwei Elektrofahrzeuge, zwei Pedelecs und ein Lastenfahrrad buchbar sein. Darüber hinaus werden in den Ortsteilen von Nienhagen so genannte Mitfahrerbänke errichtet, um auch hier den Mobilitätsgrad zu erhöhen.
Touristische Attraktivitätssteigerung und Stärkung der Naherholung durch: Umsetzung Rundwanderwegekonzept Klostergemeinde Altencelle
Projektbewertungsbogen Rundwanderwegekonzept Altencelle
Projektträger: Stadt Celle
Ort: Altencelle
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionskosten: ca. 112.000 Euro
Fördersumme: 77.802 Euro
Projektbeschreibung:
Im Ortsteil Altencelle bestehen seit vielen Jahren Aktivitäten, die Naherholung rund um Altencelle zu stärken. Hierfür setzt sich maßgeblich der Förderverein Historisches Altencelle ein. Nach dem Vorbild aus Wienhausen wurde eine Bestandserfassung und Planung in Auftrag gegeben, um einen Rundwanderweg für Altencelle zu entwerfen. Der Rundwanderweg hat eine Länge von 13,7 km und bietet ein besonderes Erlebnis für Tagesausflügler. Die Streckenführung überschneidet sich in Abschnitten mit der Wegeführung des Pilgerwegs „Via Romea“, dem „Aller-Radweg“ und dem Rundwanderweg Wienhausen und schafft so eine Anbindung zu den dort neu umgesetzten Wandertouren.
Kompakte Zentren stärken durch Infrastrukturausbau Deauvilleplatz Eicklingen
Projektbewertungsbogen Deauvilleplatz Eicklingen
Projektträger: Gemeinde Eicklingen
Ort: Eicklingen
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionssumme: ca. 117.000 Euro
Fördersumme: 93.649 Euro
Umsetzung: 2019
Projektbeschreibung:

Der Deauvilleplatz mit seinem Toilettengebäude in Eicklingen in unmittelbarer Nähe zum Sportverein und zum Schulzentrum ist Ort für große Veranstaltungen in der Gemeinde. So finden hier u.a. das Schützenfest, Maibaumaufstellen oder Dorffeste statt. Auch das jährlich stattfindende 1. Maiturnier des TuS Eicklingen, das ein überregionales Einzugsgebiet hat, nutzt den Deauvilleplatz. Die Parkplatzsituation ist für all diese Veranstaltungen nicht ausgelegt. Es gibt lediglich direkt angrenzend an die Schule einen Sandplatz sowie eine Parkreihe direkt am Deauvilleplatz, die ebenfalls nicht befestigt ist.
Das sich auf dem Deauvilleplatz befindliche Toilettenhaus wird bei allen Veranstaltungen genutzt. Die sanitären Anlagen sind in die Jahre gekommen und sind für Großveranstaltungen wie z.B. dem Schützenfest nicht mehr ausreichend.
Inwertsetzung und Stärkung der Attraktivität des Freibades Uetzes als sozialen Veranstaltungsort, Sportstätte und Treffpunkt der Generationen durch den Umbau des Kinderplanschbeckens und den Bau einer Breitwellenrutsche (Teilprojekte beim Umbau zum ökologisch ausgerichtetem Naturerlebnisbad)
Projektbewertungsbogen Uetze Freibad
Projektträger: Freibad Uetze eG
Ort: Uetze
Förderung über: ZILE
Umsetzung: 2018
Projektbeschreibung: Das im Jahr 1959 errichtete Bad ist inzwischen dringend sanierungsbedürftig. Die Edelstahlrutsche ist bereits in die Jahre gekommen und wird fast ausschließlich nur von Kindern zwischen 3 bis maximal 10 Jahren genutzt. Zudem ist das Planschbecken wenig attraktiv für Familien mit Kleinkindern.   Die Freibad Uetze eG baut seit August 2017 das konventionell betriebene Freibad Uetze in ein Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung/Naturerlebnisbad um. Ein Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung ist von seinem Wasserkörper her zu vergleichen mit einem sehr sauberen natürlichen Gewässer und führt durch dieses Alleinstellungsmerkmal zu einer Steigerung der Besucherzahlen.   Ziel ist es, durch den Umbau des Planschbeckens und den Bau einer Breitwellenrutsche die Attraktivität des Bades für junge Familien und Jugendliche zu steigern und das Bad zu einem noch attraktiveren Treffpunkt der Generationen zu gestalten.
Stärkung der Naherholung sowie der frühkindlichen Bildung durch Errichtung eines „Grünen Klassenzimmer“ auf dem MitMachHof in Schwüblingsen
Projektbewertungsbogen Grünes Klassenzimmer
Projektträger: Unternehmen
Ort: Schwüblingsen
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Kofinanzierung: REKO
Investitionskosten: 233.133 Euro
Fördersumme: 71.403 Euro
Umsetzung: 2018
Projektbeschreibung: Der MitMachHof wird seit sechs Jahren von vielen Gruppen (Schulklassen, Kindergartengruppen und private Gruppen) besucht. Den Besuchern werden Einsichten in die Landwirtschaft und in das ländliche Leben sowie Einblicke in den landwirtschaftlichen Lebens- und Arbeitsalltag vermittelt. Auch der Zusammenhang von der Herstellung der Lebensmittel bis zur Zubereitung ist vielen Kindern unbekannt und konnte schon in vielen Veranstaltungen praktisch umgesetzt werden.  
Ziel ist es, durch den Bau eines Holzhauses die Angebote im Bereich des Kochens mit Kindern (vom Feld auf den Teller) zu erweitern. So können Besuchergruppen zukünftig wetterunabhängig empfangen und die Angebote ganzjährig anboten werden. Durch einen barrierefreien Ausbau ist es auch besser möglich Angebote für Menschen mit Handicaps anzubieten.
Fortsetzung und Vertiefung des Engagements der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“ in der Integration von Geflüchteten
Projektträger: KESS Familienzentrum Nienhagen e.V.
Ort: Nienhagen
Förderung über: Bundesprogramm Ländliche Entwicklung – 500 Landinitiativen
Umsetzung: 2017
Projektbeschreibung: Die LEADER-Region "Aller-Fuhse-Aue" beschäftigt sich seit Beginn der Flüchtlingswelle intensiv mit dem Thema "Integration von Geflüchteten". Neben dem großen ehrenamtlichen Engagement der örtlichen Initiativen und Vereine, wurde 2016 ein gemeinsames Projekt unter Beteiligung der Mitgliedskommunen mit großem Erfolg durchgeführt. Zur weiteren Stärkung und Fortführung des initiierten überregionalen Prozesses soll das Engagement des KESS Familienzentrums Nienhagen durch den Förderantrag unterstützt werden. Unter anderem sollen Kompetenztrainings für ehrenamtlich Tätige, die Erarbeitung von Öffentlichkeitsarbeitsprodukten und die Durchführung von Workshops zur Berufsorientierung durchgeführt werden. Ziel ist es die vorhandenen Angebote weiter auszubauen und zu verbessern sowie die öffentliche Wahrnehmung der Arbeit der Ehrenamtlichen zu stärken. 
Stärkung des regionalen Tourismus durch Ausbau bzw. Erweiterung des bisherigen Wohnmobilstellplatzes in Nienhagen
Projektbewertungsbogen Wohnmobilstellplatz Nienhagen
Projektträger: Gemeinde Nienhagen
Ort: Nienhagen
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionskosten: ca. 65.000 Euro
Fördersumme LEADER: ca. 50.000 Euro
Umsetzung: 2018
Projektbeschreibung: Der erkennbar zunehmende Bedarf auch gerade in ländlichen Bereichen Wohnmobilstellplätze zur Stärkung des Tourismus anzubieten, wurde von der Gemeinde Nienhagen bereits im Jahre 2012 erkannt. Der heute im Stellplatzführer ausgewiesene Platz im Dorfkern von Nienhagen wird sehr stark nachgefragt. Die drei ausgewiesenen Plätze reichen oftmals nicht mehr aus, so dass auf andere Parkbereiche ausgewichen wird.   
Konkret wurde eine Fläche von ca. 250 m² zur Schaffung von insgesamt sechs Stellplätzen befestigt. Zusätzlich wurden die erforderlichen Markierungen angebracht und die vorhandenen Ver- und Entsorgungsanlagen gemäß aktueller Umweltstandards erneuert.
Kompakte Zentren stärken durch Umfeldgestaltung Dorfplatz Langlingen
Projektträger: Gemeinde Langlingen
Ort: Langlingen
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Umsetzung: 2018
Projektbeschreibung: Der Dorfplatz als auch die Feuerwehr befinden sich im historischen Ortskern von Langlingen. Der Dorfplatz ist neben dem Allerhaus der zentrale Veranstaltungsort von Langlingen. Hier findet jährlich die Sportjugendwoche des MTV Langlingen statt. Auch alle anderen Dorfveranstaltungen Langlingens, wie z.B. das Schützenfest oder gastierende Zirkusse, sind Nutzer des Dorfplatzes.  
Im Rahmen des Vorhabens wurde die abgängige Dorfplatzeinfassung durch einen für das Ortsbild typischen Holzstaketzaun ersetzt, die Stromversorgung erneuert und die vorhandenen Feuerwehrparkplätze befestigt.
Einrichtung eines Integrationstreffs als zentrale Anlaufstelle für geflüchtete Menschen in Dollbergen
Projektträger: TSV Dollbergen
Ort: Dollbergen
Förderung über: Bundesprogramm Ländliche Entwicklung – 500 Landinitiativen
Umsetzung: 2017 / 2018
Projektbeschreibung: Nach Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung möchte der TSV Dollbergen eine zentrale Anlaufstelle zur besseren Integration der geflüchteten Menschen schaffen, das bestehende ehrenamtliche Engagement in der Bevölkerung aufrechterhalten und weiter unterstützen. Die im Ort lebenden Flüchtlinge sollen besser in die dörfliche Gemeinschaft integriert und die Vernetzung der Bürger verbessert werden. Zudem soll ein lokales Bildungs- und Beratungsangebot vor Ort aufrechterhalten und ausgebaut werden. Im Rahmen des Projektes sind als Maßnahmen unter anderem die Installation von Deutsch- und Integrationskursen vor Ort, eine Kooperation und Vernetzung mit regionalen Vereinen und Verbänden, die Einrichtung eines Dorfcafés, Aufbau einer Frauen- und Müttergruppe, Kreativ- und Sportangebote und die Begleitung und Betreuung von Ehrenamtlichen.
Stärkung des ländlichen Raumes – Deutsch als Schlüssel zur Arbeitswelt - Ergänzender Sprachunterricht für Migranten zur Unterstützung beim Erlangen der Ausbildungsreife bzw. Beschäftigungsfähigkeit
Projektträger: Landungsbrücke e.V.
Ort: Uetze
Förderung über: Bundesprogramm Ländliche Entwicklung – 500 Landinitiativen
Umsetzung: 2017 / 2018
Projektbeschreibung: Zusätzlich zu den bestehenden Sprachangeboten bitten die Geflüchteten um Möglichkeiten, sich auf Deutsch zu unterhalten, da untereinander ausschließlich in der Muttersprache gesprochen wird. Zielsetzung des Projektes ist es daher Möglichkeiten zu bieten, sich auf Deutsch auszutauschen. Unter anderem sollen Themen aus dem Bereich „Deutsch am Arbeitsplatz“ erarbeitet und eine kontinuierliche Bindung an die jeweilige Sprachlerngruppe erreicht werden. Über gemeinsames Essen und Freizeitaktivitäten soll der Sprachumgang wie nebenbei gefördert werden.
Stärkung des ländlichen Raums - durch Fachkräftesicherung in "Grünen Berufen"
Projektträger: Landungsbrücke e.V.
Ort: Uetze
Förderung über: Bundesprogramm Ländliche Entwicklung – 500 Landinitiativen
Umsetzung: 2017 / 2018
Projektbeschreibung: Im ländlichen Raum zeichnet sich ein Fachkräftemangel vor allem im Bereich der Landwirtschaft ab. Schon heute kommen viele Arbeiter eher aus dem europäischen Raum denn aus Deutschland. Durch Aufzeigen von Berufsmöglichkeiten in "Grünen Berufen" soll gezielt dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Durch mehrere einwöchige Praktika in verschiedenen Betrieben, Sprachunterricht und einem abschließenden mehrwöchigen Praktikum sollen den Geflüchteten Einblicke in die deutsche Landwirtschaft vermittelt werden. Zielsetzung des Projektes ist, die Teilnehmenden auf Wunsch und bei Eignung in ein Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis  zu vermitteln.
Touristische Attraktivitätssteigerung und Stärkung der Naherholung durch Umsetzung Rundwanderwegekonzept Klostergemeinde Wienhausen  
Projektträger: Klostergemeinde Wienhausen
Ort: Wienhausen
Förderung über: LEADER (LAG-Budget) Investitionskosten: 84.358 Euro
Fördersumme: 67.357 Euro
Umsetzung: 2017
Projektbeschreibung: Sowohl im Fremdenverkehrskonzept für die Samtgemeinde Flotwedel aus 1996 als auch in der Soziokulturellen Dorferneuerung im Flotwedel wurde die Schaffung von Wanderwegen diskutiert. Man beschränkte sich damals darauf, verschiedene Wanderwege in den Ortsplan einzuzeichnen. Die Touren wurden weder ausgeschildert, noch gab es entsprechende Erläuterungen. Nur vereinzelt wurden Wege durch Einheimische als „Wanderweg“ genutzt. Im Büro der Tourismusinformation der Lüneburger Heide GmbH wird vermehrt durch Tagestouristen des Klosters Wienhausen nach Wanderwegen um und in Wienhausen nachgefragt. Örtliche Wandergruppen und -sparten bekunden immer mehr ihren Wunsch nach ausgeschilderten Wanderwegen im Flotwedel. Aus diesen Interessenbekundungen heraus bildete sich 2016 die Projektgruppe „Rundwanderwege Wienhausen“.
Insgesamt wurden fünf Rundwanderwege in unterschiedlichen Längen (1,5 km – 13 km) konzipiert. Die Wanderwege führen zumeist entlang vorhandener Wege. Die Wegeführung wird durch Wegweiserstandorte und Markierungspfosten ausgeschildert. Infotafeln erläutern Projekte und Naturattraktionen. Neue Ratsplätze werden unter Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur geschaffen. Eine Infotafel beschreibt am Startpunkt alle Touren. Eine Übersichtskarte und spezielle Flyer, die die Wanderrouten und besondere Orte beschreiben, sollen entwickelt, erstellt und an verschiedenen Stellen ausgelegt werden.
Stärkung der Kulturregion „Aller-Fuhse-Aue" durch Planung und Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit des FlotART e.V.
Projektträger: FlotART – ein Fest für Kunst und Design im Flotwedel e.V.
Ort: LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionskosten: 18.750 Euro
Kofinanzierung: Samtgemeinde Flotwedel, Landkreis Celle
Fördersumme: 11.994 Euro
Umsetzung: 2017 bis 2019
Projektbeschreibung: In der Samtgemeinde Flotwedel findet seit 2010 alljährlich das Kunstfest „FlotART“ statt, an dem sich viele Unternehmen, Organisationen und auch Privatpersonen beteiligen. Mehr als 200 Personen engagieren sich künstlerisch und organisatorisch und gestalten in den Dörfern der Samtgemeinde sogenannte „KunstRäume“. Seit 2014 findet die „FlotART“ nunmehr im Wechsel mit dem „FlotART-Kultursommer“ statt. Dieses neue Format beinhaltet mehrere größere Veranstaltungen, die vom Verein FlotART e.V. zentral organisiert werden. 2016 wurde über die LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“ die Einrichtung einer Geschäftsstelle (räumlich und personell) gefördert. Zur weiteren Stärkung der FlotART wurde für 2017 ein Antrag zur Planung und Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit des FlotART e.V. beantragt und 2017 bewilligt.
Stärkung und Entwicklung der Kulturinitiativen in der Region "Aller-Fuhse-Aue" durch eine Potenzialanalyse "Kulturregion Aller-Fuhse-Aue"  
Projektträger: Samtgemeinde Wathlingen
Ort: LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue"
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionskosten: 30.500 Euro
Fördersumme: 24.400 Euro
Projektbeschreibung: Zur Stärkung des Handlungsfeldes „Kultur“ soll eine Potenzialanalyse erarbeitet werden, in der die vorhandenen Veranstaltungsorte innerhalb der LEADER-Region sowie die entsprechenden Akteure erhoben und dargestellt werden. Hierzu bedarf es einer Analyse der vor Ort vorhandenen Strukturen im Hinblick auf Personen, Organisationen und Veranstaltungsmöglichkeiten. Im Ergebnis soll ein Bericht vorgelegt werden mit folgenden Inhalten:  
  • Recherche und Beschreibung der möglichen Veranstaltungsorte in der Region „Aller-Fuhse-Aue“ und Kontaktaufnahme mit den verantwortlichen Personen / Organisationen  
  • Recherche und Kontaktaufnahme zu regionalen Akteuren im Bereich Kultur, Durchführung von Workshops, Angebote zur Vernetzung  
  • Recherche und Kontaktaufnahme zu möglichen Netzwerkpartnern außerhalb der Region (Oper auf dem Lande, Jazz-Club Hannover, etc.)  
  • Handlungsempfehlungen, Darstellung von Projektideen, Initiativen, Ermittlung von Synergie-Effekten, Bündelung ähnlicher Projekte in den Kommunen der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“  
Die Potenzialanalyse soll u.a. auch die Erfahrungen aus der Organisation der FlotART aufgreifen. Hier zeigt sich, dass in der Samtgemeinde Flotwedel sehr viel Potenzial für bürgerschaftliches Engagement im kulturellen Bereich vorhanden ist. Die Betreiber der einzelnen Veranstaltungsräume melden sich bisher eigeninitiativ und werden nicht aktiv angesprochen. Die aktive Ansprache kulturinteressierter Personen, Akquisition von Veranstaltungsräumen und die Bündelung einzelner Interessengruppen über Gemeindegrenzen hinweg wird Synergie-Effekte erzeugen und neue Möglichkeiten für die Entwicklung einer Kulturregion „Aller-Fuhse-Aue“ aufzeigen.
Bewertungsbogen
Schutz von Natur und Landschaft durch Beseitigung eines Sohlabsturzes in der Fuhse
Projektträger: Unterhaltungsverband „Untere Fuhse“ Ort: Bröckel
Förderung über: NLWKN (Fließgewässerentwicklung)
Investitionskosten: 35.000 Euro  
Fördersumme: 31.500 Euro
Umsetzung: 2017
Projektbeschreibung: An der Fuhse bei Bröckel befinden sich die Reste der ehemaligen Wehranlage Bröckel mit einem Sohlabsturz von etwa 40 cm. Dies verhindert eine ungehinderte Wanderung von Fischen und auch eine ungehinderte Passierbarkeit der Stelle durch Bootswanderer. Mit der Umgestaltung wird die letzte Störstelle im Bereich des Landkreises Celle beseitigt.
Stärkung der Kulturregion „Aller-Fuhse-Aue" durch Einrichtung einer Geschäftsstelle des FlotART e.V.
Projektträger: FlotART – ein Fest für Kunst und Design im Flotwedel e.V.
Ort: LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionskosten: 6.300 Euro
Kofinanzierung: Samtgemeinde Flotwedel und Landkreis Celle
Fördersumme: 4.000 Euro
Umsetzung: 2016
Projektbeschreibung: In der Samtgemeinde Flotwedel findet seit 2010 alljährlich das Kunstfest „FlotART“ statt, an dem sich viele Unternehmen, Organisationen und auch Privatpersonen als Akteure beteiligen. Mehr als 200 Personen engagieren sich künstlerisch und organisatorisch und gestalten in den Dörfern der Samtgemeinde Flotwedel sogenannte „KunstRäume“. Mit Mitteln der Kunst gelingt den Akteuren, was auf politischer Ebene schwierig zu erreichen ist: Alle Dörfer der Samtgemeinde sind in einem übergreifenden Projekt vereint und präsentieren sich gemeinsam. Das Kunstfest FlotART ist innerhalb seines fünfjährigen Bestehens sehr stark gewachsen. Um dieser erfreulichen Entwicklung gerecht zu werden, ist die Einrichtung einer festen Geschäftsstelle erforderlich.
Stärkung des Miteinanders der Generationen durch eine Machbarkeitsstudie zur Umnutzung des ehemaligen Rathauses Hänigsen als dorfgemeinschaftlichen Treffpunkt
Projektträger: Verein Kunstspirale e. V.
Ort: Hänigsen
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionskosten: 6.545 Euro
Kofinanzierung: Gemeinde Uetze
Fördersumme: 4.180 Euro
Umsetzung: 2016
Projektbeschreibung: Auf Basis einer Handlungsempfehlung des im Jahr 2011 veröffentlichten Demografieberichtes hat der Rat der Gemeinde Uetze im Dezember 2014 beschlossen in Hänigsen einen zweijährigen Probebetrieb für einen dorfgemeinschaftlichen Treffpunkt einzurichten. Die Handlungsempfehlung macht deutlich, wie wichtig es ist, reale Treffpunkte zu entwickeln, deren Angebot zwar zielgruppenübergreifend ist, sich aber insbesondere an ältere Bürgerinnen und Bürger richtet. Zudem sind solche Orte der Begegnung eine wichtige Anlaufstelle für Personen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Hier wird bürgerschaftliches Engagement gebündelt, organisiert und gefördert. Die Gemeinde Uetze möchte derartige Begegnungsorte wohnortnah einrichten. Vor Ort sollen stabile, soziale Strukturen entstehen, damit auch Menschen, die aufgrund von Alter oder Behinderung in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, professionelle Unterstützung finden und so möglichst lange im gewohnten Umfeld bleiben können. Im Rahmen des Probebetriebes wurde bereits ein umfangreiches Angebot an Bildung, Beratung und Begegnung entwickelt. Durch die Kooperationen mit dem Jugendtreff, der Kita-Außenstelle, der Bücherei und dem Heimatmuseum werden bereits jetzt alle Altersgruppen erreicht. Es gibt außerdem spezielle Angebote für Migrantinnen und Migranten (Café Grenzenlos) und mit der „Generationen-Werkstatt“ ein Hilfsangebot für die Reparatur von Fahrrädern, Möbeln und Haushaltsgeräten. Der Probebetrieb zeigt jedoch, dass das Vorhaben „Entwicklung eines dorfgemeinschaftlichen Treffpunktes“ an räumliche Grenzen stößt. Den historischen Gebäuden fehlen die heutzutage notwendigen Infrastrukturen und sie weisen zudem erhebliche Mängel in der Barrierefreiheit auf. Eine Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, wie das Gebäude auf einen modernen Stand gesetzt werden kann und Welche Kosten hierfür zu erwarten sind.
Projektbewertungsbogen Umnutzung Rathaus Hänigsen Machbarkeitsstudie
Förderung des Wissenstransfers und Zusammenarbeit bei Verwaltungsaufgaben durch eine Fachtagung „Flüchtlinge im ländlichen Raum – Strukturen zwischen Haupt- und Ehrenamt neu denken“ und anschließender Schulungseinheit zum Integrationslotsen
Projektträger: Kommunen der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“
Ort: LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“
Förderung über: LEADER (LAG-Budget)
Investitionskosten: 18.500 Euro
Fördersumme: 14.765 Euro
Umsetzung: 2016
Projektbeschreibung: In der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“ stellt die Aufnahme und Integration von Geflüchteten alle Kommunen vor große Herausforderungen. Im Kalenderjahr 2015 hatten die einzelnen Kommunen einen sehr hohen Zustrom an geflüchteten Personen (insgesamt ca. 1.200 Personen) zu verzeichnen. Die Organisation der Erstaufnahme wie auch die weitere Integration ist für die Kommunen seitdem eine ständige Aufgabe und hat zu starken strukturellen Veränderungen innerhalb der Verwaltungen geführt. Wenngleich sich die einzelnen Lösungsansätze innerhalb der Mitgliedsgemeinden der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“ stark unterscheiden, so besteht Einigkeit darüber, dass für die Integration Geflüchteter dem Engagement ehrenamtlich Tätiger eine zentrale Bedeutung zukommt.
Dementsprechend formten sich in den vergangenen Jahren neue und engere Kooperationen der Verwaltungen mit Flüchtlingsinitiativen, Kirchen und anderen caritativen Organisationen. Nicht immer ist diese Zusammenarbeit reibungslos, weil das Verständnis für die wechselseitigen Bedürfnisse, Grenzen und rechtlichen Anforderungen fehlt. Themen wie Datenschutz, fehlende Qualifikation oder die mangelnde Professionalität im Bereich der Sozialarbeit bergen ein hohes Konfliktpotenzial und bedürfen einer sorgsamen Steuerung. Zu beachten ist auch, dass ein Gleichgewicht hergestellt werden muss zwischen Flüchtlingshilfe und der Hilfe für sozial Benachteiligte, damit hier dem Eindruck einer Konkurrenzsituation von vornherein vorgebeugt wird. Diese vielen verschiedenen Anforderungen führen dazu, dass hauptamtliche Mitarbeiter auf Grenzen und Rahmenbedingungen des ehrenamtlichen Engagements hinweisen müssen, was in der Praxis zu Störungen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit führt.
Die Tagung sollte nun allen Akteuren die Gelegenheit geben, gemeinsam Strategien für eine Optimierung der Zusammenarbeit zu entwickeln. Ziel war es, eine Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt zu erreichen, welches einerseits das hohe Engagement aller Beteiligten wertschätzt und andererseits die notwendigen Rahmenbedingungen im Bereich kommunaler Flüchtlingshilfe setzt. Es galt, ein neues Bewusstsein füreinander zu entwickeln und basierend auf dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ eine gemeinsame Position zu erarbeiten. Anschließend wurden in einer Veranstaltungsreihe die Ehrenamtlichen im Umgang mit Flüchtlingen geschult und weitergebildet.

Kooperationsprojekte

Förderung des (internationalen) Wissenstransfers durch ein transnationales Kooperationsprojekt “Time for inter-Action" (2017-2018)
Eine Initiative für neue Perspektiven für die lokale Jugend mit oder ohne Flüchtlingshintergrund im ländlichen Raum. Dieses transnationale LEADER-Projekt soll dem Austausch und dem Wissenstransfer zwischen drei europäischen Ländern dienen.
Dauer: 01.01.2017 bis 31.12.2018
Federführende LEADER-Region (Lead Partner): LEADER-Region „Zeitkultur – Oststeirisches Kernland“, Österreich
Weitere Projektpartner: LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“, Deutschland sowie LEADER-Region „Västra Smaland“, Schweden
Die geplanten Tätigkeiten umfassen drei Hauptthemen:
  • Bessere berufliche Orientierung und Integration von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt: Zur besseren beruflichen Orientierung und Integration von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt ist die Zusammenarbeit mit lokalen KMU von entscheidender Bedeutung. Auch der Bildungssektor spielt hierbei eine wichtige Rolle. Durch eine aktive Unterstützung der lokalen Jugendlichen im Allgemeinen (mit oder ohne Migrationshintergrund) soll die Integration in den Arbeitsmarkt verbessert werden.
  • Nutzung von Kultur und Kreativität als Elemente mit integrativer Wirkung: Die an dem transnationalen Kooperationsprojekt beteiligten ländlichen Gebiete sind reich an kulturellen Organisationen und kreativen Projekten (z.B. FlotART oder der Verein Kunstspirale e.V.). Diese lokalen kreativen Interessengruppen und Vereine sind aufgeschlossen und bereit, zur Integration von (jungen) Geflüchteten beizutragen und leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Integration von Geflüchteten. Diese Aktivitäten sind eine gute Basis für einen interkulturellen Austausch, globales Lernen und sinnvolle kreative Aktivitäten (z.B. in der Freizeit oder zur Traumabewältigung).
  • Unterstützung von Freiwilligen bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten: Die Koordinierung der Unterstützung von Geflüchteten stellt eine entscheidende Aufgabe bei der Integration in die westliche Gesellschaft dar. Das Handlungsfeld konzentriert sich auf die Arbeit lokaler Freiwilliger und soll Wege aufzeigen, wie das ehrenamtliche Engagement nachhaltig gestärkt werden kann. Dies beinhaltet z.B. Ausbildungsmaßnahmen zum Integrationslotsen, wie in diesem Jahr in der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“ durchgeführt wurden. Es umfasst aber auch den Austausch bewährter Verfahren. Ein besonderer Schwerpunkt wird auch den Freiwilligen gewidmet sein, die selbst einen Migrationshintergrund haben (besondere Sprachkenntnisse, besseres Verständnis der verschiedenen Kulturen).
In der Zeit vom 17. bis 20. Mai besuchten Vertreterinnen und Vertreter der schwedischen LEADER-Region Västra Småland und der österreichischen LEADER-Region Oststeirisches Kernland die Region Aller-Fuhse-Aue. Der Auftaktveranstaltung am Mittwoch folgte tags darauf im Amtshof Eicklingen für Gäste wie hiesige Haupt- und Ehrenamtliche ein intensives interkulturelles Kommunikationstraining. Besonders dank vieler praktischer Übungen wurde verdeutlicht, welche Chancen ein gut geschultes Zugehen auf Flüchtlinge bietet. Tag drei der Zusammenkunft stand im Zeichen praktischer Beispiele. Die sieben Österreicher und neun  Schweden teilten sich in zwei Gruppen auf und besuchten das KESS  Familienzentrum in Nienhagen und die Kunstspirale in Hänigsen sowie die Vereine Landungsbrücke und Ausbildung im Verbund pro regio sowie das Familienhaus in Uetze.
Schutz von Natur und Landschaft durch ein gemeinsames Konzept zum Hochwassermanagement im Mittel- und Unterlauf der Aller
Projektträger: Samtgemeinde Flotwedel
Kooperationspartner: Samtgemeinde Ahlden, Gemeinde Dörverden, Gemeinde Hambühren, Gemeinde Kirchlinteln, Samtgemeinde Rethen/Aller, Samtgemeinde Schwarmstedt, Gemeinde Wietze, Gemeinde Winsen/Aller, Stadt Celle, Samtgemeinde Wathlingen, Gemeinde Uetze, Samtgemeinde Meinersen und Samtgemeinde Lachendorf
Ort: Mittel- und Unterlauf der Aller
Förderung über: NLWKN (Hochwasserschutz im Binnenland) Investitionskosten: 260.000 Euro
Fördersumme: 175.000 Euro
Umsetzung: 2017-2019
Für ein großes Teileinzugsgebiet, im Mittel- und Unterlauf der Aller (zwischen Meinersen und Verden) soll ein interkommunales, integratives Hochwasserschutz-Gesamtkonzept (HWS-GK) erstellt werden. Dafür haben sich zahlreiche Kommunen im Einzugsgebiet der Aller im Rahmen einer Hochwasserpartnerschaft zusammengeschlossen. An ihrer Mündung in die Weser bei Verden ist die Aller nicht nur deren größter Nebenfluss, sondern zugleich der größte nicht ins Meer mündende Fluss Norddeutschlands.
Die Aller ist als Risikogewässer (nach HWRM-RL) ausgewiesen. Vom Gewässer gehen nicht unerhebliche Hochwassergefahren aus. Besonders betroffen sind die Einzugsgebiete des Mittel- und Unterlaufes der Aller. Die Aller nimmt über die Oker und die Leine etwa die Hälfte der aus dem Harz abfließenden Wassermenge auf. Dementsprechend ist das Projektgebiet vor allem durch diese Nebenflüsse häufig Überflutungen ausgesetzt. Die bei HQ100 überschwemmten Flächen des Aller Einzugsgebietes beinhalten zahlreiche Wohnbauflächen, Industrie- und Gewerbeflächen, bzw. Flächen gemischter Nutzung und große Gebiete landwirtschaftlicher Nutzung (80 % des Überschwemmungsgebietes der Aller sind landwirtschaftliche Nutzflächen). Im Aller Gebiet sind zahlreiche Fehlhöhen von Deichen bis 50 cm bekannt (ab Celle bis zur Mündung in Weser).
Die aktuellen Problemstellungen der unterschiedlichen Kommunen als Unter- und Oberlieger unterscheiden sich fachlich, sachlich und in der Wahrnehmung des Gefahrenpotenzials erheblich. Bislang wurden zur Hochwasservorsorge vor allem lokale Maßnahmen durchgeführt – meist technischer Hochwasserschutz - die dem gemeindlichen Siedlungshochwasserschutz dienen. Das HWS-GK soll sinnvolle Maßnahmen für einen überregionalen Hochwasserschutz erstellen und bewerten. Ziel des EZG-HWS soll die Erarbeitung von Maßnahmen sein, die allen beteiligten Hochwasserpartnern gerecht werden, um in der Summe für die Zukunft einen besseren Hochwasserschutz /Hochwasservorsorge zu gewährleisten. Das HWS-GKs soll Möglichkeiten des natürlichen Wasserrückhaltes in der Fläche untersuchen und technische Maßnahmen dort ergänzen, wo sie unumgänglich sind.
Anbahnungsgespräche mit der LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“
Zentrales Ziel der LEADER-Methode ist es, mit anderen LEADER-Regionen in einen Austausch zu kommen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Im August 2016 fand im Amtshof Eicklingen ein erstes Anbahnungsgespräch zwischen den LEADER-Regionen „Aller-Fuhse-Aue“ und „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ statt.
Im Rahmen dieses Gesprächs wurden die folgenden Themen als potenzielle Kooperationsansätze identifiziert:
  • Wissensnetz (Erfahrungsaustausch)
  • Geflüchtete (Erfahrungsaustausch)
  • Kunst (Kunstspirale e.V., FlotART e.V., Stiftung Anatol Buchholtz-Fux, EKIS (Es kracht im Schacht) e.V.)
  • Aller als verbindender Fluss
  • Ärztliche Versorgung auf dem Lande
  • Energie und Umwelt (Übergang konventioneller Energie zu neuen Energien, hier Erdöl, dort Braunkohle)
Die Gespräche für ein gemeinsames Kooperationsprojekt wurden in 2018 fortgesetzt.
Nachdem das erste Treffen 2016 in der Region Aller-Fuhse-Aue im Landkreis Celle stattgefunden hat, reisten die Mitglieder der Steuerungsgruppe „Aller-Fuhse-Aue“ 2018 nach Schöningen in den Landkreis Helmstedt, um sich im „paläon – dem Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere“ zu treffen. Die Örtlichkeit bot den perfekten Rahmen, um sich u.a. über die Themen sanfter Kulturtourismus, Energie und Umwelt sowie Wissenstransfer auszutauschen und zu vernetzen.
Die Herausforderungen, vor denen die beiden Regionen stehen, ähneln sich in vielen Bereichen. Ziel war es, mögliche Kooperationsansätze zu finden, um künftig im Rahmen des LEADER-Programms Kooperationsprojekte auf den Weg zu bringen. Großes Interesse zeigte Henry Bäsecke als LAG-Vorsitzender beim Thema Draisinenbahn auf ehemaligen Bahnstrecken, das Joachim Leiner vom Verein Kalibahn Niedersachsen Riedel e.V. aus Wathlingen vortrug. Flotwedels Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf wiederum möchte bald seinen Amtskollegen Samtgemeindebürgermeister Gero Janze besuchen und die Wohnfässer in Mariental anschauen, auf die er für den eigenen Campingplatz in Wienhausen aufmerksam geworden ist. Als besonderen Abschluss führte Marketingleiter Thomas Neubert von der paläon GmbH die angereisten Gäste durch die Ausstellung des Paläons. Am Ende waren sich alle einig, die geführten Gespräche möglichst bald fortzusetzen. Werner Backeberg, Vorsitzender der LAG Aller-Fuhse-Aue, lud die Steuerungsgruppe aus dem Landkreis Helmstedt im kommenden Mai zu einer Exkursion in seine Region ein, besucht werden sollen Orte des dort aktiven Wissensnetzwerkes.
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